Kujat-eichenhain

An jedem Tag fliegen die meisten Großraumjets – diejenigen mit zwei Passagiergängen -, die vom deutschen Flughafen Frankfurt abheben, zu den wichtigsten Langstreckenstrecken von Dubai, New York und Shanghai.

 

Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie machen die riesigen Airbus A380-Flugzeuge der Lufthansa jedoch Einwegreisen zu einem ziemlich seltsamen Ziel. Am Mittwochmorgen war der Flug LH9924, der in keinem Flugplan aufgeführt war, der letzte, der die Reise zu einem Ort unternahm, von dem nicht einmal der erfahrenste Reiseexperte weiß: Teruel.

 

Die Stadt mit 35.000 Einwohnern liegt in der ostspanischen Provinz Aragonien, etwa auf halber Strecke zwischen Madrid und Valencia. Abgesehen davon, dass die Architektur der Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, besuchen kaum Touristen sie, insbesondere während der Sperrung des Coronavirus.

 

 Flugzeuge 

Warten auf die Wiederaufnahme des Flugverkehrs nach dem Coronavirus: Lufthansa-Flugzeuge am Frankfurter Flughafen in Deutschland

 

Namhafte Kunden

 

Lufthansa hat hier sieben A380, aber auch ein halbes Dutzend seiner viermotorigen A340-600 transferiert, die derzeit nicht benötigt werden, während die Flotte der deutschen Fluggesellschaft verkleinert wird. Air France parkt hier auch einige seiner veralteten A380, während British Airways fünf Boeing 747 geschickt hat.

 

Derzeit gibt es etwa 115 Jets, die die verfügbaren Parkplätze fast voll ausgelastet haben. Der Flughafen kündigte stolz die Landung von LH9924 am Mittwoch in einem Tweet auf Deutsch an, zusammen mit dem Video, um dies zu beweisen.

 

“Wir hatten hier noch nie so viele Flugzeuge”, sagte Pedro Saez, Werksleiter von Tarmac Aerosave, gegenüber DW.

 

“Jetzt haben wir zusätzliche Parkplätze in einem Feld eingerichtet, indem wir Bleche auf den Boden gelegt haben”, sagte Saez. Das sollte Platz für weitere 20 bis 25 Flugzeuge sein, da der Standort etwa 140 Fußballfelder groß ist.

 

Expansionspläne enthüllt

 

Derzeit ist geplant, den verfügbaren Platz zu verdoppeln, da in der Halbwüstenlandschaft viel freies Land vorhanden ist. Die Erweiterung von Teruel wurde bereits von regionalen Führern genehmigt. Die Fertigstellung wird jedoch einige Jahre dauern.

 

Da jedoch erwartet wird, dass viele Flugzeuge dauerhaft außer Dienst gestellt werden, könnte der Flughafen lange nach dem Ende der Coronavirus-Krise davon profitieren. Tarmac Aerosave ist auch auf den Abbau und das Recycling von überschüssigen Flugzeugen spezialisiert.

 

Spaniens oft trockenes Wetter ist ein Bonus, da trockene Bedingungen eine Voraussetzung für die Lagerung von Flugzeugen sind, um die Gefahr der Korrosion des Aluminiums zu minimieren. Viel Platz ist natürlich auch wichtig, da die Flügelspannweite der Flugzeuge und die schiere Anzahl der Jets während des Gesundheitsnotfalls geerdet sind.

Quelle:  www.parkenflughafenfrankfurt.de