Kujat-eichenhain

Niederländische Flughäfen retten den angeschlagenen Luftverkehrssektor. Da es kaum Flüge gibt, sind viele Flugzeuge geparkt. Das ist eine große Operation. Ein Lichtblick: Sie müssen kein Parkticket kaufen.

 

 

“Angesichts der Ausnahmesituation haben wir beschlossen, bis Ende Juni keine Kosten für das Parken von Flugzeugen zu berechnen”, sagte Hans van Kastel, Sprecher von Schiphol bei RTL Z. Er möchte nicht sagen, was den Flughafen in Bezug auf das Einkommen spart.

 

Ab nächster Woche wird KLM nur noch zehn Prozent von dem fliegen, was es normalerweise fliegt. Und Transavia, TUI und Corendon haben bis auf einen einzigen Rückführungsflug ganz aufgehört zu fliegen. Das Abstellen all dieser Flugzeuge irgendwo ist eine ziemliche Aufgabe.

 

Vorschaubild Beispiel Lesen Sie auch:

Luftfahrtkatastrophe: Corendon storniert Urlaub, KLM storniert weitere Flüge

150 Sätze

Die vier niederländischen Unternehmen haben zusammen fast 300 Flugzeuge, von denen ungefähr 150 auf unbestimmte Zeit eingestellt werden, berichtete Ministerin Cora van Nieuwenhuizen (Infrastruktur- und Wassermanagement, VVD) dem Repräsentantenhaus.

 

In Schiphol ist Platz für mehr als 200 Flugzeuge, zehn Flugzeuge können am Flughafen Eindhoven und zwölf am Flughafen Rotterdam Den Haag geparkt werden. Diese erheben ebenfalls keine Parkgebühren, wurde entschieden. Die beiden sind ganz oder teilweise im Besitz der Royal Schiphol Group.

 

Die beiden kleineren Flughäfen bieten möglicherweise Platz für ein paar zusätzliche Flugzeuge, müssen dann aber schließen, und das ist keine Option. Das liegt an Flügen, mit denen die Niederländer aus dem Ausland abgeholt wurden, für Geschäftsreisen und Hubschrauber vom Rettungsdienst und als Ersatzoption für bedürftige Flugzeuge, erklärt Raymond de Jong vom Flughafen Rotterdam.

 

50 Flugzeuge geparkt

Da noch geflogen wird, mangelt es derzeit nicht an Parkplätzen. In Schiphol gibt es bereits 50 Flugzeuge, und die beiden anderen Flughäfen verfügen über insgesamt zwölf Transavia-Flugzeuge.

 

Es gibt also genügend Plätze für Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden. Andere Unternehmen, die ihre Flugzeuge in den Niederlanden lagern möchten, weil sie nirgendwo anders einen Platz haben, müssen geduldig sein. Schiphol erwartet das auch nicht, sagt Van Kastel.

Quelle: www.parkendusseldorfflughafen.de